|
Mit 14 Wagen präsentiere sich die LO Formel Lista Junior zu ihrem Saisonauftakt im Rahmen der ,, Hockenheim Historic " in akzeptabler Grösse .
Die Jünglinge aus sechs Nationen zeigten viel Kampfgeist und sorgten für die eine oder andere Überraschung. Die erste war, dass nicht Topfavorit Christof von Grünigen auf der Poleposition stand, sondern Michael Lamotte , der 2009 nie gross in Erscheinung getreten war . Der Sohn des Daltec- Teamchefs Daniel von Grünigen hatte ein älteres Fahrzeug erhalten, das noch keine Topzeiten zuliess. Lamotte hingegen freute sich über die neue und auf Anhieb bestens funktionierende Zusammenarbeit mit Jo Zeller. ,, Kein Vorgleich zum letzten Jahr . Zeller arbeitet sehr effizient. Es liegt also nicht nur an mir „, erklärte der der Sohn einer Amerikanerin und eines Belgiers mit Wohnsitz in Chexbres seinen Sprung an die Spitze der Trainingsliste. Kein Wunder, war er am Start etwas nervös, und prompt kam Lamotte wegen durchdrehender Räder nicht richtig vom Fleck. Dafür übernahm von Grünigen gleich die Führung und baute diese sukzessive aus. Bei seiner ,, Trainingsfahrt " im Hinblick auf den Europacup übertrieb es der Freiburger allerdienst etwas , schnitt die Startkurve zu Beginn der achten Runde zu direkt an und stieg über den Randstein in die Luft . Zum Glück landete er auf allen vier rändern, musste sein Auto aber beschädigt abstellen.
Lammotte hatte in der Zwischenzeit wieder einige der am Start verlorenen Positionen gutgemacht und rückte dem nun führenden Yannick Mettler auf den Pelz. In der Schlussphase zahlte auch Mettler Lehrgeld. In der Meinung, das dannen daure noch eine Runde länger, fuhr er noch nicht Kampflinie, und so wischte Lamotte in Kurve 2 innen durch. Als wenig später die Zielflagge geschwenkt wurde, erlebte auch Lamotte noch eine schöne Überraschung: „Ich dachte, ich sei Zweiter, denn ich sah gar nicht, dass Christof ausgefallen war“, wunderte er sich über den unerwarteten Sieg Danach erklang erstmals im Rahmen der Formel Lista die amerikanische Nationalhymne. Mettler hingegen haderte etwas mit seinem Schicksal, anerkannte aber die Niederlage: „Lamotte war eh schneller, denn ich hatte mir in der Einführungsrunde den Fronflügel beschädigt, daher war de Abtrieb vorne nicht mehr gut genug.“ Einen starken Auftritt hatte auch Robyn Lehmann, der von Startplatz 8 auf Rang 3 fuhr, knapp vor Eric Neuber und Mauro Calamia.
REVANCHE Am Sonntag-morgen revanchierte sich Mettler mit einem lupenreinen Start-Ziel-Sieg, der ihm die Tabellenführung einbringt. Von Grünigen hielt sich nach dem gegen Mettler verlorenen Start an den teaminternen Nichtangriffspakt, um diesem keine Punkte wegzunehmen, und begnügte sich mit dem sicheren zweiten Rang. Zuvor musste er den besser als Lamotte gestarteten Israeli Roy Nissany abschütteln. Der 15-Jährige aus Tel Aviv konnte daraufhin auch die Angriffe von Lamotte und Neuber nicht mehr parieren, durfte sich aber als Fünfter über den Sieg in der Rookie-Wertung freuen. Lamotte (3.) seinerseits wehrte sich erfolgreich gegen Neuber, der sogar unter gelber Flagge attackiert hatte und dafür eigentlich bestraft gehörte.
|